Mobile Apps: Trends und Vorgehensweisen

Know-how: Der Wunsch nach vermehrter Verwendung von Anwendungen aller Art auch auf mobilen Geräten ist mit Herausforderungen verbunden. Welches sind die Treiber, Lösungsansätze und zu berücksichtigende Themenbereiche beim Mobile Application Management?

Smartphones und Tablets durchdringen immer mehr die Nutzung der Endgeräteflotte in den Unternehmen. Denn zunehmend werden nicht mehr nur E-Mail oder Kalenderfunktionen von mobilen Mitarbeitenden zur Zusammenarbeit genutzt. Immer häufiger kommen auch Unternehmens-Apps oder der mobile Zugriff auf Firmeninfrastrukturen zum Einsatz – ganz abgesehen von dem vermehrten Wunsch nach der Auslagerung von Teilen der IT in die Cloud. Dies sowie der Wunsch nach der Nutzung privater Geräte (Bring Your Own Device, BYOD) oder von Geräten, die vom Unternehmen zur Verfügung gestellt werden und gleichzeitig für die private Verwendung zugelassen sind (Company Owned Personal Enabled, COPE), stellt IT-Sicherheitsverantwortliche und -Administratoren gleichermassen vor Herausforderungen. Hinzu kommt, dass der Benutzer – anders als beim User herkömmlicher PC oder Laptops – auch Administratorenrechte besitzt, mobile Betriebssysteme regelmässig und mittlerweile automatisiert Versions- und Funktionsupdates erhalten und damit insgesamt die IT nur noch über limitierte Einschränkungs- und Kontrollfunktionen verfügt. Nicht zuletzt werden Smartphones und Tablets deshalb immer häufiger auch Ziele für Hacker, Man-in-the-Middle-Angriffe, Data Mining, Crypto-Angriffe und vieles mehr.

Trends im Mobile Application Management

Mobile Application Management (MAM), also das Verwalten mobiler Apps, ist wie das mobile Gerätemanagement (Mobile Device Management, MDM) Teil eines gesamtheitlichen Enterprise Mobility Managements (EMM). Es empfiehlt sich, Unternehmens-Apps mittels EMM-Plattformen wie beispielsweise von Blackberry, Citrix, IBM Maas360, Microsoft Intune, Mobileiron, Sophos oder Vmware in die Architektur und Umgebung des Unternehmens zu integrieren. Dies ermöglicht beispielsweise den Benutzern die Suche nach intern entwickelten Apps und genehmigten öffentlichen Business-Apps. Unternehmen können damit via EMM Appstore ihre Apps direkt aus den Appstores von Apple, Google und Microsoft veröffentlichen oder die App-Lizenzverwaltung skalieren. Darüber hinaus können Konfiguration von App-Einstellungen und Richtlinien automatisiert, Unternehmensdaten abgesichert und gleichzeitig der Datenschutz für private Daten der Nutzer respektiert werden. Gartner zufolge sollen bis ins Jahr 2021 60 Prozent der in Unternehmen verwendeten mobilen Apps mindestens ein Management- Steuerelement auf App-Ebene verwenden – und zwar unabhängig davon, ob es sich dabei um verwaltete oder nicht verwaltete Geräte handelt. Einer im Jahr 2015 durchgeführten Umfrage des MAM-Herstellers Apperian zufolge sollen Produktivitäts-Apps (wie z.B. Notiz- und andere Office-Apps) die grösste Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden respektive den Return on Investment haben. An zweiter Stelle nannten die Befragten Apps für Aussendienstler wie zum Beispiel für Wartungspersonal, gefolgt von Verkaufs-Tools (etwa für Bestellprozesse), HR-Apps (etwa für die Zeiterfassung) und Reise-Apps (für Reservationen oder Spesen- Reporting).

Lesen Sie mehr zu Trends im Mobile Application Management:

Zum Artikel

Erschienen in Swiss IT Magazine 2019, 10, www.itmagazine.ch

Start typing and press Enter to search